Moin, das Thema Wärmepumpe erregt die Gemüter in Deutschland zuweilen noch immer massiv (im Ausland Skandinavien/Asien längst Standard; in Deutschland hält inzwischen Fortschritt zuletzt Einzug = Mentalitätsproblem). Ganz kurz ein paar Worte hierzu, ich versuche mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, was für Typen wie mich anstrengend ist. Durch die Förderung der Bundesregierung (Stand April 2026 – hier 55%; bis 70%) wird die Wärmepumpe (jedenfalls bei Einfamilienhäusern) günstiger wie eine neue Gasheizung. Daher war sie hier quasi alternativlos. Also wurden zwei Stiftung-Warentest-Testberichte (2024 & 2025) gesichtet sowie diverse Internet-Testartikel hierzu (Chip etc.). Es kamen nur deutsche Anbieter wie Bosch, Buderus, Vaillant ernsthaft in Betracht, bei günstigen ausländischen Anbietern (LG, Panasonic, Dakin, Mitsubishi, Aira usw.) gab es negative Berichte zu Service (gibt kaum Handwerksbetriebe im Segment) und Geräuschentwicklung (lauter!) sowie Energie-Effizienz bzw. Stromverbrauch (SCOP-Wert – beziffert aus wie viel Strom wie viel Wärmeenergie produziert wird: Wert gegen 4,0 Multiplikator-Ziel). Außerdem ist eine Wärmepumpe (via regenerativer Energien betrieben) auch ein soziales und ethisches Umwelt-Projekt in Zeitalter der Klima-Erwärmung – durch fossile Brennstoffe verursacht. Der „alternativen“ Wissenschafts-Argumentation von Herrn Trump kann und will ich da nicht folgen, sofern man über einen gesunden altmodischen Menschenverstand verfügt. Ansonsten noch Hinweis, dass ich das Gebäude-Energie-Gesetzes (von Grünen Habeck) zu diktatorisch fand, die Bürger bis in den Keller hinein zwanghaft zu nötigen, sich fix „teure“ Wärmepumpe zuzulegen (überfordert mitunter ältere Menschen – trotz Förderung; auch intellektuell). Aber das ist Geschichte. Grundsätzlich der ärgerliche Hinweis, dass Wärmepumpen in Deutschland leider doppelt so viel kosten wie im Ausland. Die Hersteller nehmen die großzügige Förderung als Zusatzgewinn gerne mit und in Deutschland sind Wärmepumpen häufig überdimensioniert verbaut (hierzu gibt es Analysen). Ansonsten Hinweis, dass sich diese Internet-Seite auf den Zeitraum Herbst 2025 bis Frühjahr 2026 bezieht. Mittlerweise gibt es ein neues Energiegesetz von Ministerin Frau Reiche (in Aussicht): Spiegel-Artikel kritisch hierzu. Ich kann und will das alles nicht beurteilen, kein Interesse, mich da neu einzuarbeiten. Hier die Praxis-Fakten der WP-Ausschreibung 2025/2026 (& Solar) nun ganz konkret in Details, diverse Passagen sind bestimmt absolut „zeitlos“ s.u. …
7 Angebote eingeholt (6 erhalten)
Es wurden Herbst 2025 (aus gewisser Unsicherheit heraus & es gab umständehalber keinen Zeitdruck) folgenden 7 Anbieter kontaktiert und um ein Angebot gebeten (wobei man auch in Dialogen viel dazu lernte):
Bundesweite Markführer:
- Enpal (Berlin – Marktführer 1 Mrd.€ Umsatz; vertreiben Bosch-WP, Enpal bietet auch Finanzierung bei Bedarf an, kann man aber auch via KfW selbst günstig arrangieren: zinsgünstiger Ergänzungskredit Programm 358/359),
- Thermondo (Berlin, vertreiben Buderus-WP = gehört zum Bosch-Konzern),
- Vamo (Köln, Schwerpunkt Vaillant, Chip-Testsieger beim Service).
Nicht berücksichtigt wurde bspw. Aira (EU-Startup, Abo-ähnliche Miet-Angebote oder Kauf, hier in der Gegend gar nicht unselten, laut Chip-Test aber teurer als s.o. Thermondo, ist auf Papier auch etwas lauter). Weitere bekanntere Anbieter: 1Komma5Grad, Ökoloco. Und viele eher unbekanntere Anbieter: Hansetherm, Lichtblick, etc. – ein Dschungel.
Regional Anbieter im Umkreis von 10 KM:
- 4 lokale Anbieter im Umkreis von 10 KM (hauptsächlich Bosch-Premium-Partner, die haben dafür tolle, hilfreiche Online-Premium-Partner-Datenbank für Recherche), darunter …
- 3 geeignete Fachbetriebe Essen/Ruhr (vorher Bewertungen besichtigt),
- 1 Fachbetrieb Hattingen/Ruhr (direkt vor Ort).
Resultate bzw. Angebote-Auswertungen und Auftrags-Vergabe
Leistung zwischen 5 und 12 kW: Kurioserweise wurden Wärmepumpen mit Leistungen zwischen 5 und 12 Kilo-Watt (kW) angeboten, obwohl alle die gleichen Daten-Informationen als Info-Basis hatten (gab in Mail einen Link-Zugriff auf Google-Drive: Datensammlung mit Fotos, Grundrissen, Baubeschreibung – und es gab Telefon-Interviews und teilweise Hausbesichtigungen). Es entstand im Nachgang teilweise der Eindruck, dass hier und da „absichtlich“ etwas aus Prinzip überdimensioniert wurde, was auch die drastischen Preisunterschiede in der Angebotsphase erklärt. Viele Kunden holen tatsächlich nur ein Angebot ein. Dann ist Strategie für die Firmen sinnvoll. Aber eine zu große Wärmepumpe birgt auch gewisse Gefahren jenseits des Preises (Lebensdauerverkürzung).
Angebots-Ranking: Teuere Anbieter auf hinteren Plätzen im Ranking waren tendenziell eher die bundesweiten Akteure Vamo, Enpal, Thermondo, obwohl dort ein günstiger Mengenrabatt „laienhaft“ vermutet wurde. Es gab dort aber auch teilweise andere unschöne Überraschungen bzw. Konzept überzeugte zuweilen nicht. Beispielsweise bekamen wir bei Enpal Hinweis, der technische Umsetzungspartner (selbständige Handwerksbetrieb) vor Ort könnte noch nicht prognostiziert und benannt werden und kann auch schon Mal 100 KM weit entfernt sein, je nach Auftragslage (Art „blind booking“ bzw. Roulette-Glücks-Reisen – wie bei Reiseportalen gängiger). Das war uns zu anonym und ferngesteuert (auch bzgl. Servicebetreuung später unpraktisch bei Pannen). Auch die wechselnden Telefon-Ansprechpartner (krankheitsbedingt) beim Enpal-Vertrieb (Berlin) führten zu widersprüchlichen Informationen und Irritationen und ein ungutes Bauchgefühl, da es damals zudem diverse kritische Zeitungsberichte (bspw. Manager-Magazin etc.) bzgl. prekärer Arbeitsbedingungen (Vertrieb/Zentrale/Stress) gab, die inzwischen von Enpal jedoch gerichtlich erfolgreich angefochten wurden, wobei man wiederum nun scheinbar in 2026 eine Betriebsratswahl verhinderte (neuer Zeitungsbericht), sofern Berichterstattung nicht auch wieder gerichtlich korrigiert wird. Sorry Enpal, aber die Mitarbeiter am Telefon wirkten schon extrem gehetzt in der Video-Konferenz den Kunden zum vorzeitigen Vertrag mit Unterschrift quasi sofort unter Zeitdruck schon beim ersten Termin drängend. Die Enpal-Video-Konferenztermine fanden i.d.R. auch in einem eng getakteten, knappen Zeitkorridor statt, zuweilen fielen sie auch dann später aus, wenn ein Vorgespräch zu lange dauerte: Mitarbeiter wirkten im Telefon-Call-Center ziemlich gehetzt. Hört man sich aber in Nachbarschaft bei Enpal-Kunden um, stellt man aber fest, dass die technische Umsetzung dann später eher recht ordentlich solide verlief (wenngleich Handwerksbetrieb aus ca. 90 KM Entfernung); sonst wird man vielleicht auch nicht Marktführer. Sehr gut fühlte man sich subjektiv bei Vamo (Testsieger Chip.de) und Thermondo am Telefon betreut, weniger Zeitdruck, wobei es bei einem der beiden Anbieter jedoch leider den höchsten Preis im Vergleich aller Angebote gab (Enpal preislich insgesamt Mittelfeld). Sympathisches Thermondo (Berlin – mit Buderus) wirkte nicht gar so fern und gestresst, denn man arbeitete angeblich mit einem Netzwerk regionaler „eigener Partner-Niederlassungen“ (eigenes Personal), wobei die zuständige Filiale „nur“ ca. 30 KM Luftlinie und 46 KM Fahrweg (Duisburg) entfernt gewesen wäre – und es erfolgte bereits am Folgetag ein Hausbesuch mit zeitnahem unverbindlichen Angebot quasi als Beweis. Das wirkte insgesamt vergleichsweise sympathisch vertrauenswürdig. Die Buderus-WP wirkte allerdings mit nur 5 kW Leistung etwas unterdimensioniert für RMH. Nebenbei bemerkt ist Buderus 99% baugleich Bosch (ein Konzern; Bosch = weiße WP, Buderus = schwarze WP). Zum Vergleich nun die Regionalanbieter. Aber auch die Regional-Anbieter hatten eine enorme Preisspanne bis 25 Prozent, man fühlte sich dort aber subjektiv eher „wohler“ (inkl. zeitnaher vertrauenschaffender Hausbesuche zumeist fix – und alle waren sich einig, dass 7 kW passende Leistung, während die bundesweiten Anbieter zwischen 5 und 12 kW schwankten). Ein Betrieb machte wegen Kapazitätsengpässe verständlicherweise jedoch kein Angebot (hohe Nachfrage). Die Entscheidung fiel dann zugunsten eines überraschend günstigsten Sanitär- und Heizungsfachbetriebes direkt vor Ort (Bosch-Premium-Partner vor der Nase quasi). Der Anbieter hatte auch einen vergleichsweise günstigen Wartungsvertragspreis im Angebot, 50% günstiger wie teuerster Anbieter. Zwei von drei Nachbarn waren auch zufrieden bis sehr belobigend zufrieden (WP 2024 & 2022). Hier konnte ich auch konkret freundlicherweise praktischen Einblick in das Umsetzungs-Thema nehmen (inkl. WP/Heizung/Unterlagen „live“). Danke! Das war dann auch entscheidend. Nebenbei bemerkt, bekamen wir auch von einer Firma ein alternatives, klassiches Gas-Heizungsangebot als „Zugabe“ (nett – es gab/gibt angeblich keinen Zwang zur WP). Es stellte sich überraschend heraus, dass Gasanlage teurer war wie die Wärmepumpe (nach Abzug 55% WP-Förderung). Damit war eventuelle Thema „neue Gasheizung“ sowieso 200% erledigt (zumal Gas-Preise & CO2-Abgaben jährlich steigen).
Auftrag Bosch-WP 7 KW Compress 5800i – regionaler Fachbetrieb vor Ort: Es wurde dann eine sehr kompakte und leise Bosch-Wärmepumpe 7 KW mit Compressor 5800i beauftragt (inkl. Warmwasseranlage Schwester-Firma Buderus) – beim lokalen günstigsten Anbieter direkt vor Ort, nachdem man sich bei mehreren Referenz-Kunden-Nachbarn nach der Zufriedenheit erkundigte: positiv. Vorher konsultierte man die frisch entstandenen KIs zur Beratung (Consulting) und Diskussion der dort hochgeladenen Angebote (ChatGPT, Gemini) – das ging sehr in Details; es wurden daraufhin Angebote auch hinterfragbar und noch Auftrag modifiziert. Es war aber eine schwierige Entscheidung mit unbekannten Variablen voller gefühlter Widersprüchlichkeiten. Je mehr Fachleute, desto mehr Meinungen. Es gab noch Diskussionen bzgl. der sinnvollen sog. Vorlauftemperatur (somit Modell-Varianten Compress 5800i 60 Grad vs. 6800i 70 Grad). Jedenfalls war bei uns abschließend Gebäude-Energieberater (Ingenieur aus Mülheim/Ruhr) vom Fachbetrieb (Hattingen) beauftragt, um im Haus noch einmal alles durchzumessen (mehrseitiger Bericht mit Bestätigung Entscheid 5800i). Anschließend: Der Förderantrag bei der KfW verlief überraschend unkompliziert online und wurde nach paar Stunden (!!!) bewilligt (55 % Förderungszusage, 2 oder 3 Jahre Zeit für Umsetzung, nach Umsetzung sind Handwerker-Rechnungen u.a. online einzureichen). Da hatte ich ganz andere bürokratischere Erwartungshaltung. Da unser Fachbetrieb volle Auftragslage hatte, konnte WP erst viele Monate später installiert werden. Das war aber von Anfang an mitgeteilt worden und für uns daher völlig okay (alte Gasheizung lief noch). Die Installation dauerte dann eine knappe Woche und erfolgte pünktlich. Danach gab es zwar noch ein paar kleinere Überraschungen (Anpassung Heizkurve, hydraulischer Abgleich musste noch einmal neu modifiziert für 1.OG umgesetzt werden); prinzipiell war aber alles nach Nachbesserungen (scheinbar) okay. Jetzt muss man erst einmal Erfahrungen sammeln. Jedenfalls ist sie extrem leise. Man muss schon nah herangehen, um sie überhaupt zu hören. Da hat sich einfach viel getan in den letzten Jahren. Allerdings bedeutet eine Wärmepumpe gleichzeitig ein anderes Heizverhalten (wie bei Gas) – mehr Konstanz bzw. Heiz-Kontinuität (weniger rauf-runter). Das ist evtl. eine (auch psychologische) Lern-Umstellung. To be continued. Eine Wärmepumpe sollte nicht zu groß dimensioniert sein, was auf Kosten der Langlebigkeit geht, da der Kompressor dann zu oft ein- und ausgeschaltet werden muss. Zu klein ist auch nicht gut, da sonst der elektrische Heizstab (nur bei extremer Kälte!) als Hilfe zugeschaltet werden muss (nicht energieeffizient) – aber erst ab etwa ca. -8 Grad, was in (milder) Region hier seltenst (behauptet Google). Eine Vorlauftemperatur von 60 Grad sollte somit i.d.R. auch methodisch ausreichen. Alte Heizkörper (grobrippig) können i.d.R. auch weiterhin verwandt werden. Ggf. ist 1 Heizkörper im Hauptraum (z.B. WZ) zu tauschen (eher nicht). Wärmedämmung kann hilfreich sein, ist aber heutzutage nicht zwangsläufig erforderlich (nice to have – kein „must have“). Sonstiges: Ich finde die Menüführung am Bosch-Gerät selbst im Keller angenehm und nachvollziehbar/erlernbar. Optional kann man auch ein Funkmodul (Bosch Connect-Key K40 RF) für paar hundert Euro installieren lassen, um das Gerät per BoschApp aus der Ferne online zu bedienen bzw. steuern und weitere Statistik-Daten zur Orientierung zu erhalten. Kann Sinn machen. Es gibt auch weitere optionale Zusatzgeräte (Bosch-Smart-Home-Controller), die nicht zwingend sind (haben wir nicht). Auf der Handwerker-Rechnung sind die Dienstleistungen zur öffentlich geförderten Wärmepumpe übrigens (leider) NICHT steuerlich beim Finanzamt nach EStG §34c absetzbar (Überraschung; aber „illegal“ bei der Rente doppelt Steuern zahlen darf man schon, Dankeschön Deutschland!). Schade.
Die Bosch Compress 5800i AW 7 kW (genaue Typenbezeichnung der Außeneinheit: Compress 5800iAW 7 OR-S) ist (laut Werbung) eine hocheffiziente, zukunftssichere Luft-Wasser-Wärmepumpe in Monoblock-Bauweise. Sie nutzt das umweltfreundliche, natürliche Kältemittel R290 und gilt als eine der leisesten Wärmepumpen ihrer Klasse.
Technische Kerndaten der 7-kW-Variante mit Kompressor C5800i – ggf. überspringbar für Nicht-Techniker:
- Heizleistung bei A-7/W35: max. 6,71 kW (SCOP: 2,40 – 4,85)
- Maximale Vorlauftemperatur: Bis zu 60 °C (reicht i.d.R.)
- Kältemittel: R290 – zukunftssicher, da extrem niedriges Treibhauspotenzial (GWP = 3) und +5 % mehr Förderung KfW.
- Effizienz: A+++ im Heizbetrieb bei 35 °C Vorlauftemperatur (SCOP bis zu 4,6).
- Kühlfunktion: Integrierte aktive Kühlung für den Sommer (braucht eigentlich kaum einer? Hab mich nicht damit beschäftigt).
- Abmessungen Außeneinheit: 1100 x 800 x 540 mm (B x H x T) bei ca. 143 kg Gewicht (relativ kompakt/klein).
Bosch-Schau-Bild der sympathischen, sehr kompakten Kompressor-Außeneinheit 5800i – nur etwa 1 Meter breit und 80 cm hoch (es gibt dafür auch ggf. hübsche Verkleidungen, aber Vorsicht: Teufel steckt auch da wieder im Detail für den „Käfig“; übrigens strahlt der „coole“ Ventilator nach schräg oben ab, um möglichst nicht „zu stören“, das Gerät sollte auf soliden Fuß bzw. Beton-Sockel mit Kiesbett als Wasser-Ablauf „geparkt“ sein – mit 1 Meter „Freiraum“ [davor & drum herum] – evtl. auch inkl. passender Hausratversicherung/Diebstahlversicherung – oder zumindest alternativ mit sehr gutem Fahrradschloss ;-):

Nach der Installation – Strom, KfW & Co.
Okay, jetzt wurde Gas bei Stadtwerken abgemeldet/gekündigt und Gaszähler (kostenlos) abgebaut. Jetzt müsste noch ein günstigerer Stromanbieter recherchiert werden (Yello, Octopus Energie, evtl. E.ON/Vattenfall usw. – vielleicht via Portale Verivox & Check24 zu recherchieren). Es gibt hier spezielle Anbieter für WP. Auch hierbei steckt wieder Teufel im Detail. Das Kapitel überspringe ich lieber, ich touchiere es nur etwas. An dem Punkt ist mir gerade im Nachgang nicht klar, ob Enpal da nicht Strom-Sonderkonditionen für eigene WP-Kunden hatte? Ah nein, scheinbar nur, wenn man von dort auch Solaranlage bezieht, sagt fix Google. Okay, die wiederum wird kein Schnäppchen sein (wie die s.u.). Noch folgender Hinweis: Eingabe der abschließenden Unterlagen online nach dem Projekt bei der KfW für die Förderung (50/55-70%) war etwas „tricky“. Okay, die wollten als PDF-Datei Rechnung(en), Überweisung(en) und eine sog. BnD-Nummer zum Projektabschluß vom Handwerksbetrieb (inkl. PDF-Datei Firmenstempel/Unterschrift). Das war alles easy. Die Einreichung des PDF-Datei-Grundbuchauszugs war aber sehr beschwerlich und wurde automatisiert in Sekundenschnelle immer wieder abgelehnt – bei diversen PDF-Datei-Versuchen. Das hörte ich auch von anderem Nachbarn, kein Einzelfall. Nervend. Man musste (in unserem Fall) das automatisierte System mit dem kompletten Grundbuchauszug (i.d.R. über gaaanz viele Seiten mit Historie) füttern, um Thema erfolgreich für KfW zu absolvieren (1-2 Seiten reichen i.d.R. eher nicht). Leider gab es keine passende Hilfestellung bei der KfW-Portal-Fehlermeldung (war relativ „nichtssagend“ – ohne echte Orientierung: Blabla). Der Part war wirklich „ätzend“; verbesserungswürdig mit Hinweisen, wie „dieser“ Grundbuchauszug für KfW aussehen sollte (es gibt da ja verschiedene Varianten im Ordner; zuweilen 2-3). Man geht anfangs davon aus, die wollen es „kurz & knackig“ – in dem Fall nicht (=11 Seiten). Angeblich schwankt der Zeitraum dann bis zur Überweisung – zwischen mehreren Tagen bis Wochen. Aha.
Solaranlage / Photovoltaik (4 x 450 Wp / 1000 W & Südlage)
Ergänzend sollte eine kleine Solaranlage nun anschließend auf dem Dach realisiert werden (4 Module 450Wp auf 1000 Watt via Wechselrichter gedrosselt), die auch noch finanziell öffentlich gefördert wird (MwSt. entfällt). Das ist günstig und reicht im Prinzip erst einmal für den groben Routine-Alltag (95-Watt-Fernseher, 50-Watt-Notebook, Kühlschrank, temporär Waschmaschine tagsüber, Kleinverbraucher Router & Co.). Hierzu wurde zwar versucht, mehrere Angebote einzuholen, da aber kein Interesse an einer großen Anlage hier bestand, gab es fast nur Absagen seitens der Anbieter am Telefon oder per Mail. Die wollten nur „big“ verkaufen. Betriebswirtschaftlich sinnvoll für die Betriebe, volkswirtschaftlich vielleicht nicht perfekt. Das oben beschriebene kompakte Solaranlagen-Modell ist nur etwa doppelt so groß & „teuer“ wie Balkonkraftwerk. Reicht i.d.R.! Die meisten Anbieter wollen 10-fache Dimension (mit Batterie als teure Zugabe) verkaufen, wobei sich die Amortisation erst sehr spät nach ganz vielen Jahren ergibt (hier evtl. umständehalber zu spät; rechnet sich einfach nicht zeitnah). Der Fachbetrieb vor Ort, der auch Wärmepumpe realisierte, machte uns hierzu (mit Elektro-Partner in Velbert) glücklicherweise ein passendes, kulantes, günstiges Angebot, das wir nun umsetzen (selbst ChatGPT hatte wenig zu meckern). Prinzipiell ist die Solaranlage hier auch absichtlich erst einmal nicht so dimensioniert, dass sie die Wärmepumpe stark „befeuert“. Ein „Update“ kann man ggf. noch später realisieren, sollte man auf den Geschmack kommen. Es kann nicht schaden, in kleinen Schritten/Steps zu starten, um Erfahrung zu sammeln, zumal Solaranlagen jedes Jahr günstiger und effektiver werden wegen chinesischer Überkapazitäten (in allen Industriebereichen). Dies gilt übrigens auch für Wärmepumpen: Denn Frauenhofer Institut arbeitet an einer neuen Technologie ohne jegliche Kompressor-Mechanik (mit immenser Lebenserwartung resultierend – bis Serienreife dauert es evtl. noch paar Jährchen). Wie war das Herr Gorbatschow? Wer zu spät kommt, den belohnt die Geschichte ;-). Also, bei der Technik jedenfalls zuweilen :-).
Der Elektriker/Solateur muss Anlage vor Installation beim Netzbetreiber anmelden. Dann stellt sich auch beim ggf. neuen (bidirektionalen) Zweirichtungs-Stromzähler (misst Bezug & Einspeisung) die Frage, ob man auch zweiten Stromzähler in Schaltkasten einbaut, sofern er das unterstützt (unser kann das – dank Planung s.o. WP). Wir realisieren (auf diverse Empfehlungen) aber erst die Variante mit nur einem Zähler. Ein zweiter Zähler hat den Nachteil, höherer laufender Gebühren für das Gerät. Die rechnen sich erst, wenn man eine größere Solar-Anlage an Bord hat (und zwar dadurch, dass man noch günstigeren Stromtarif von Stromanbieter erhält – auch für die Energieeinspeisung). Das mit dem zweiten Zähler ist ein sog. zweischneidiges Schwert bzgl. Vor- und Nachteile. Bei der Größe unsere Anlage soll es 8-9 ct/kWh für eingespeisten Strom geben. Bei uns zählt mehr der Eigenverbrauch als Feature. Neben zweiten Zähler gibt es auch noch die Variante mit/ohne Smart-Meter (=meldet online Energie-Daten). Ohne Smart-Meter statischer Strompreis, mit Smart-Meter dynamisch temporär variabel optional möglich. Aber auch hier wieder Kostenfalle wie beim zweiter Zähler: Smart-Meter als Steuer-Box kostet 20-100 € je Jahr (eher letzteres), lohnt sich nicht immer „automatisch“, auch muss man immer etwas den jeweiligen Stromtarif im Auge/Kopf haben, um selbst steuernd zu agieren. Für jemanden, der gerne häufiger an Nord-Ostsee fährt, ist das keine attraktive „Hausaufgabe“, um zweites Mini-Einkommen als Strom-Worker zu erzielen (besser Aktien/ETFs). Das Thema zweiter Zähler und Smart-Meter also (für mich Faulenzer) eher komplex. Finanztipp sagt, rechnet sich nicht, wenn man wenig Strom verbraucht & produziert. Auch sind Preise sehr regional, pauschale Empfehlungen daher nicht möglich. Wir bleiben wahrscheinlich nun erst einmal bei Yello-Strom. Nothing is perfect.
Ich hoffe, Selbsterlebnis-Bericht war etwas hilfreich zur allg. Orientierung. Sorry, wenn zu ausführlich, ich bin ein Schreib-Monster. Alle Angaben ohne Gewähr (hab Text zumeist aus Erinnerung verfasst) – und sehr subjektive Meinung. Ob Entscheidungen richtig waren, muss Zukunft noch beweisen, ich habe (noch) keine End-Weisheit gepachtet. Aus heutiger Sicht würde ich nur noch ca. 3 Angebote einholen. Sonstiger Hinweis: Einige Handwerker bzw. Handwerksbetriebe mögen es weniger, wenn man KI als Hilfestellung nutzt und das Wort auch nur erwähnt (auch bei Fehleranalysen). ChatGPT hat mir dann später selbst daraufhin vorgeschlagen, dass man das nicht erwähnen sollte und welche alternativen subtilen Methoden – das tarnend – einfühlsam angewandt werden sollten (ggf. formulierungstechnisch), um Infos in Gespräche „anders“ einzustreuen. Gilt übrigens auch häufig für Ärzte. Ich habe aber immer wieder praktisch erlebt, dass KI einen aus „Sackgassen“ als sinnvolles Werkzeug hilft, zuweilen fix. Ist aber keine Garantie für irgendwas – und manchmal auch falsch. Das eigene Hirn kann (noch) durchaus beibehalten werden. 😉 Bei „fremden“ Themen hat es aber Grenzen. Zu Wärmepumpen habe ich leider kein archaisches Instinkt-Wissen in der DNA seit Geburt gespeichert – beispielsweise. Ansonsten wünsche ich – wie immer – GLÜCKAUF beim Projekt! Mögen die Handwerker-Götter mit Euch sein. Und vor Gericht und auf hoher See und im Handwerk ist man in Gottes Hand. Ich erhoffe auch noch „zufälliges Glück!“ . Abschließend noch kleine Anekdote. Amüsant war ein Bosch-Premium-Partner aus Essen, der wirklich intelligente Telefon-KI von Bosch einsetzte. Die KI-Dame konnte tatsächlich mit mir kompetent Infos austauschen wie richtiger Mensch. Ich war sehr überrascht. Aber der schwäbelnde Akzent-Dialekt (a la Stuttgart) passte nun gar nicht in die Ruhrgebiets-Region, sollte es wohl aber etwas „vermenschlichen“. Nur daran konnte man die KI „wirklich“ erkennen. Bosch bietet auch KI-Call-Center-Produkte auf scheinbar relativ hohem Niveau an; hatte den Eindruck, die KI verfasst unmittelbar nach Telefonat in 1 Sekunde Mail an Firma/Chef – mit noch offenen Fragen, der mich sofort informiert zurückrief. Bedauerlich für alle Telefonistinnen und Call-Center-Agents, mein Beileid. Was kommt da noch auf uns zu?
