Bremerhaven, hierhin reise ich immer wieder gerne (trotz „Macken“): Wo der Horizont auf Entdeckergeist trifft! Bremerhaven ist weit mehr als nur eine Stadt am Wasser. Wo der breite Fluss Weser und die süße kleine Geeste als Duett-Flüsse in die Nordsee münden, spürt man an jeder Ecke den Pulsschlag der Seefahrt. In den legendären Havenwelten verschmelzen Geschichte und Moderne auf faszinierende Weise: Vom geschäftigen Treiben im historischen Fischereihafen in historischer Architektur (mit Open-Air-Konzerten im Musiksommer in der Saison donnerstags) über die imposanten Giganten der Meere am riesigen Eurogate-Containerterminal-Hafen bis hin zur architektonischen Eleganz des gigantischen Klimahauses (hier werden alle Klimazonen der Welt mit Landschaften dargestellt – inkl. Temperaturen). Das Deutsche Auswandererhauses stellt echte menschliche Schicksale emotional berührend dar. Das hypermoderne Hotels Atlantic mit seiner grandiosen 110-Meter-Aussichtsplattform eröffnet einen faszinierenden Adler-Blick auf die Stadt (4€ Eintritt am Aufzug; jeden Euro wert!!!). Es sind die weiten Ausblicke über den Deich, das Kreischen der Möwen und das sich ständig verändernde Licht über dem Wasser, die den unverwechselbaren Charakter dieser Küstenstadt ausmachen, man schaut hinaus bis zum neuen, modernen Eurogate-Hafen, der den längsten Kai der Welt besitzt (seit seinem „Update/Upgrade 2010“ Längen-Weltrekord 4680 Meter). Ehrlicherweise muss man aber gestehen, dass Bremerhaven mit dem Weserstrand nur einen Bonsai-Strand von 500 Metern Sand mit etwas Gastronomien und ein paar Strandkörben dort besitzt (ab 17 Uhr Eintritt frei/kostenlos; sonst ca. 4 Euro). Dafür aber eine Nordsee-Promenade mit teilweise zig Meter langen Sitz-Bänken besitzt, die zum flanieren einlädt, ebenso wie das attraktive Moin-Outlet-Shopping-Center im italienischen Stil a la Florence, man fühlt sich gleich wie im romantischen Urlaub dort – inklusive Gastronomien (z.B. Gosch/Sylt). Selbstverständlich hat die größte deutsche Stadt an der Nordsee auch Kinos, Theater, Hochschule, Klinikum – und den zweitgrößten Hafen in Deutschland (nach Hamburg), ebenfalls empfehlenswert zu besichtigen (via Bus oder Schiff). Zudem mit frisch restauriertem Kreuzfahrtschiff-Terminal Cruise-Port, in dem fast täglich „dicke Pötte“ anlegen (TUI: „Mein Schiff“, ZDF-Traumschiff Amadea Phoenix-Reisen, u.a.). Auch ist Bremerhaven ein gutes Sprungbrett in die konträren nahen Nachbarschaften der naturbelassenen Halbinsel Butjadingen gegenüber (Federwardersiel/Burhave) oder des „cleanen“ See-Kurortes Cuxhaven (10 KM weißer Sandstrand, 5000 Strandkörbe, 4 Millionen Übernachtungen) oder zur Hansestadt Bremen; alles problemlos innerhalb einer Stunde erreichbar (Zug/Bus, Autobahn, Fähre, Fahrrad etwas länger). Die zahlreichen Museen sind neben sympathischen Zoo am Meer und der faszinierenden SAIL oder jährlichen MARITIMEN TAGE weitere Highlights der Stadt mit märchenhafter Segelschiff-Kulisse, was hier siehe unten ausgiebig bebildert wird. Günstig temporär wohnen kann man bspw. im wirklich konkurrenzlos großzügigen Hotel/Aparthotel Businessinn ab 59 Euro (inkl. kleiner Küche im Schrank, große Bäder; Check-in mit Mail-Code fix unkompliziert) via Booking.com oder Trivago oder direkt (empfehlenswert; gutes Preis-Leistungsverhältnis & sauber). Wer es so richtig schön haben möchte, dem ist das Hotel Atlantic Sail mit viel Komfort (Wellness) zu empfehlen, in dem auch schon Bundespräsident Steinmeier hauste, beispielsweise als er die Sail 2025 eröffnete, auch hierzu ein paar Bilder gleich. Wer es richtig „alternativ“ im Schlaf abenteuerlich mag, dem sei der Segel-Schulschiff-Dreimaster DEUTSCHLAND empfohlen, der auch ein schwimmendes Hotel im sog. Neuen Hafen (City-Randlage) ist, mit kleinen Abstrichen im Komfort „umständehalber“ (Gemeinschaftsbad; dafür Seemannsfrühstück inklusive). Zudem sind die Miet- und Immobilienpreise in Bremerhaven (Lebenshaltungskosten) extrem niedrig – statistisch. Man merkt, Bremerhaven hat viel zu bieten, sogar ein paar Boule-Petanque-Plätze als Zugabe, wer sich „spielerisch“ entspannen möchte. Bremerhaven ist somit im Mix relativ unlangweilig. Allerdings gibt es auch ein paar Schattenseiten. Im Norden ist der Stadtteil Bremerhaven-Lehe bspw. ein sozialer Brennpunkt (optisch zuweilen wie „Klein-Istanbul“) mit ungünstiger Kriminalitätsstatistik – auch aufgrund auch der ungeschickten Entwicklungspolitik der Hanse-Stadt Bremen, die bei der kleinen „Tochter“ Bremerhaven „am Steuerrad“ bzw. Ruder als Kapitän sitzt (statt Land Niedersachen im sonstigen Umland). Konträr sind die Stadtteile Schiffdorferdamm, Surheide, Speckenbüttel sowie der Süden von Geestemünde (oder teilweise Wulsdorf) dagegen ruhig & gepflegt. Wo dunkler Schatten ist, da ist auch immer buntes Licht nebenan. Manchmal ist es bedauerlich, wie schlechte Politik eine Region ruinieren kann – ohne Haftung. Insgesamt ist Bremerhaven in der Neuzeit als deutsche Großstadt aber auch typisch „bipolar“ (geworden). Bremen als „Kontrollzentrum“ hat in Bremerhaven mit dem architektonisch hypermodernen Klimahaus, dem attraktiven Moin-Outlet-Center und den diversen attraktiven Museen sowie der Hotel-Atlantic-Ansiedlung auch extrem positive Impulse gesetzt (sowie Eurogate-Hafen als großer Arbeitgeber – allerdings auch in der Krise der Weltwirtschaft etwas gefangen). Nothing is perfect. Jedenfalls ist es eine sehr lebendige, vitale Nordsee-Stadt, wo ansonsten alles doch eher verschlafen ist – drum herum. Am Wattenmeer. Einem Meer auf Teilzeitbasis ;-). Wo klassischer Sand-Strand Mangelware darstellt; aber der Deich mit netten, pazifistischen, kuscheligen Schafen dagegen allgegenwärtig ist. Dem Klimawandel so etwas beruhigt eine Weile entgegen trotzen kann. Merci an die Schafe an der Stelle, die unsere Zukunft dort unter ihren Füßen „verfestigen“ und weiterhin möglich machen, auch bei den tollen Sturmfluten, die auch „fliegenden“ Touristen Action-Spaß machen können – mit heftig sausenden Gegenwind und Regen, der zum Ertrinken beim Atmen einlädt. Man spürt ganz plötzlich wieder Körper, was in der Zivilisationswelt echten Seltenheitswert hat. So kommt man wieder bei sich selbst zu Hause an. In der Natur, als Stück Natur, was man manchmal vergisst – in dieser neuen modernen Technologie-Welt der Neuzeit. Es kann auch schön und bereichernd sein – somit; dieser Erlebnis-Reichtum. Ist meine subjektive Meinungsansichtssache.
